Wenn der Elefant dein neuer Nachbar ist!

Donnerstag, 19. Januar 2012

In der Straussenmetropole zu Besuch bei "den strengsten Eltern der Welt". Oh.....ohhh.....

Am Mittag, als die Sonne ganz oben stand und uns auf den Schaedel brennte, waren wir alle wieder vereint und fuhren ueber die Route 62 nach Swellendam. Unsere Weinreste aus dem Tetrapack hat Mama schlauerweise in eine Colaflasche gefuellt.
Swellendam ist ein kleines Oertchen, wo wire in super schoenes Guesthaus mit POOL hatten. Kaum angekommen, huepften wir direkt erstmal ins Wasser und erholten uns von unserer bisherigen Tour.
Am Abend gingen wir ins niedliche Restaurant nebenan Essen. Begruesst wurden wir schon vor der Tuer von einem niedlichen alten Mann, der uns dann hoeflich und ganz vornehm an unseren Tisch setzte. Irgendwie erinnerte er uns an James von “Dinner for One”. Wir wurden bedient und verkoestigt wie in einem Sterne Restaurant und das Essen war so ‘Ooooohhhhhh…und Mmmmhhhhhmmmm’, das ich mir hinterher die Finger haette abschlecken koennen!
Wir goennten uns dann das ein oder andere Glaeschen Wein und waren, als die Sonne unterging, so gut wie alle lustig und munter drauf. Auch Omi, die ihren Weg ins Zimmer nicht mehr so ganz alleine fand, da sie viel zu viel afrikanische Cola getrunken hatte…. ;-)
Nach einem ausgiebiegen Fruehstueck fuerte unsere Reiseroute ueber die Route 62.
Auch bekannt als: Route 66 von Suedafrika. Hier hat man so richtiges Roadtrip Feeling, wenn man im Radio dann noch Bob Marley, The Kooks ooooder oooooder aufdreht und laut mitsingt. Man faehrt geradeaus, und geradeaus. Ab und zu kommen Felder mit Straussen, dann wieder Berge wie in den Alpen…man faehrt den Berg hoch…natuerlich geradeaus…und wieder runter….und dann kommt irgendwann Oudshorn.
In Oudshorn besuchten wir die Straussenfarm von Dario und Carmen Urbanski, die bereits auf Pro7 Kinder in ihre Schranken wiesen, bei denen die Supernanny versagt hat. Ich spreche von den Strengsten Eltern der Welt.
Die Farm lag mitten im Nirgends. Kurz vor Oudshorn mussten wir auf einen Schotterweg abbiegen der  uns kilometerweit durchschuettelte, bis wieder eine Abzweigung auf einen Feldweg kam, der dann durch ein Nirgends entlang schlaengelte, bis wir endlich links und rechts von Straussen beaeugt und die Farm in Sichtweite war. Himmel, AR*** und Zwirn, ich dachte zwischenzeitlich wir wurden in die Irre gefuert.
Von Dario wurden wir sofort herzlich mit einem Wilkommens-Bier in Empfang genommen und mit unseren Zimmern vertraut gemacht. Zufaelligerweise waren meine Mitwanderin Stina und ihr Freund zur selben Zeit im Straussennest. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten und uns versicherten, dass die braune Bruehe aus dem Wasserhahn ganz normales Wasser ist, das man ohne Komplikationen ueberlebt, wenn man es nicht trinkt, bekamen wir eine Straussenfuehrung der Extraklasse vom Chef persoenlich!
Wir sassen direkt im Straussennest, wo wir alle Info rund um das riesige Tier mit den witzig drein schauenden Kulleraugen erhielten. Die Straussendamen waren allesamt sehr interessiert an dem Futter, welches Dario zum Anlocken ausgestreut hatte. Eine Dame fand unseren attraktiven Sven jedoch viel verlockender und hackte ihm mehrfach liebevoll ins Knie.
Alle zusammen huepften wir auf die Ladeflaeche von Darios hochmodernen Pick Up, welcher uns geradewegs ins naechste Straussengehege fuhr. Dort mussten alle mit anpacken- egal ob mit Eimer oder blosser Hand- die Strausse hatten Hunger auf Maiskoerner. Sogar Omi fuetterte gemeinsam mit Dario ein paar gierige Tiere, obwohl sie sich anfangs weigerte und schloss an diesem Tag eine unvergessliche Freundschaft mit Strauss und Straussenvater. Mit bissen die Voegel fast die Hand ab, aber trotzdem hat es riesigen Spass gemacht! Dabei sollte es nicht bleiben. Wir mussten uns ja schliesslich noch unser Fruehstueck besorgen. Ab ging es ins Nest, wo Oma, mutig wie sie war, in ihrem Element steckte und ohne zu zoegern die riesigen Eier aus dem Nest klaute! Natuerlich angefuehrt von Dario.
Am Abend gab es ein lecker schmecker Straussenbraai bei Sonnenuntergang  direkt vor der Nase. Ausserdem hatten wir einen unfassbar schoenen und klaren Sternenhimmel ueber uns!
In der Nacht hoert man ganz unheimlich die wilden Loewen bruellen! Und in Wahrheit sin des nur die Strausse, die sich bemerkbar machen wollen. Na toll!
Ich dachte bisher, es wuerde ein wenig Bauer in mir stecken, doch wars dann wohl doch nicht so. Am kommenden Morgen liessen Mama, Kim, Sven und Ich es uns nicht entgehen, die Kuehe zu melken. Kurze Einweisung morgens um 7. Ran an die Zitzen. Los. Ein ganzes halbes Glas haben wir gemolken in…ich weiss nicht…15….20 Minuten? Eine geuebte Hand braucht fuer ne ganze Kuh 7 Minuten!
Ich hatte an diesem Tag dazu noch den Hauptgewinn geschossen und durfte unser Straussenei auspusten, waehrend Sven es nur anbohren musste. Im Straussenest bleibt man vor aber auch Nichts verschont.  Man sieht, sie machen ihrem Pro7 Titel als strengste Eltern der Welt alle Ehre... :) (Also eigentlich waren die beiden super lieb, herzensgut und wer das Filmgeschaeft kennt wie mein Vatti, der weiss, dass man bei der heutigen Tv- Nachmittagsunterhaltung auf Pro 7 einfach nur sehr gutes schauspielerisches Talent an den Tag legen muss....)Hier habe ich mich wieder etwas dumm angestellt, Carmens exakten Anweisungen nicht 100% ausgefuert, rohes Ei gegessen und aus Versehen in die Schuessel gespuckt…So halb…. Also geschmeckt hat es Allen :D
Nachdem wir beim Fruehstueck von Pferden beobachtet wurden fuhren wir nach Oudshorn in eine Straussenlederfabrik, wo Mama fast tot umgefallen ist, als sie die Preise sah. “Da kaufen wa uns aber lieber ne Louis-Tasche, da sieht man wenigstens, dass die teuer war!”
Weiter ging es ueber einen Pass Richtung Prinz Albert, auf dem wir auf halber Strecke kehrt machten und uns sogar noch eine Schlange ueber den Weg kroch. Omi hat sie wieder nur halb wahr genommen. Gott sei Dank!
 Weiter ging es in die Cango Caves; wirklich beeindruckende Hoehlen! Wir kamen lebend wieder raus und Omi’s Frage “Ooooohhhh….schoooooeeeeen….was ist denn, wenn das hier einstuerzt!???” hatte sich damit zum Glueck erledigt.
Am Abend schlich sich ine handflaechengrosse Spinne ins Bad von Stina, die wir, nachdem Carmen sie heldenhaft mit einem Glas einfing, bestaunten.



Omi war irgendwann K.O. von der langen Reise...

Doch dann waren wir endlich am Straußennest.


...wo uns direkt die Strauße anglubschten.

Mit Darios feschem fahrbaren Untersatz ging es dann zum Strauße füttern.





...da hatten die Tiere wohl keinen Hunger mehr.

Bei mir jedoch waren sie sehr gierig und haben mir fast die Finger abgefressen....(siehe Gesichtsausruck ;) )

Omi, unsere Klemptomanin, mopste uns schnell unser Frühstücksei aus einem Nest....

Dario nahm sogar ganze zwei!

Jaja, und dann so tun, als wär nix gewesen und bei den Vögelchen mit Futter einschleimen ;)
Anschließend gings ab unter die Dusche....hmmm lecker :)

Der Sonnenuntergang machte es wieder gut.

Es folgte der Straußenbraai.

Und ein wunderschöner guter Morgen.
Die 2. Bauern vom Dienst mussten ans Frühstück ran....

Hier nochmal Sven´s Test. Das Ei hält, was es verspricht!

Nun gings ans Blasen....


bäääh!

Und fertig war das leckere Frühstück.


Frische Milch gabs auch gezapft.








Cango Caves

Bohren....sonst hätts kein Frühstück gegeben.
Am naechsten Tag machten wir uns schnurstraks auf den Weg nach Port Elizabeth. Natuerlich wieder ueber die R62. Die nun auftauchende Berglandschaft war wirklich schoen, doch freuten wir uns alle nach 4 Stunden Fahrt tierisch darueber, endlich endlich endlich wieder Meer zu sehen, zu riechen und zu geniessen!




Mittwoch, 18. Januar 2012

"Haaaai" Kap der guten Hoffnung

Den 1. Weihnachtsfeiertag sind wir wie den bisherigen Urlaub ueber mal wieder fruuuuuueh aufgestanden. Fuer heute hatten wir eine grosse Tour geplant. Muizenberg, Simonstown, Cape of Good Hope Nature Reserve und last but not least die letzten paar Meter auf dem Chapmans Peak Drive zurueck nach Kapstadt.
Erste Haltestelle: Muizenberg, St. James. Nette bunte Haeuschen, die man irgendwie in jeder Kapstadt Reportage zu sehen bekommt. Ueberfuellt mit farbigen Urlaubern, die in den Haeuschen ihr Mittagsschlaefchen hielten. Nett anzusehen!
Weiter ging die Route…an Haiwarnungs-Flaggen vorbei…bis zur zweiten Haltestelle: Simonstown. Da wir uns in der Hauptsaison befanden, wieder einmal ueberall Autos und nach meinem Geschmack viel zu viele Menschen. In Simonstown kann man sich Pinguine anschauen, wenn man Eintritt zahlt. Clever wie wir sind, sind wir einfach an dem eingezaeunten gebiet vorbei gegangen. Und siehe da, da lagen die Pinguine sogar im Gebuesch! Ich dachte bisher immer and Eis und Kaelte, wenn ich das Wort Pinguin gehoert habe. Nun weiss ich, Pinguine sonnen sich auch ab und an mal ganz gerne. Was ich ziemlich ziemlich cool aber auch fragwuerdig  fand, ist, dass Urlauber, die Eintritt gezahlt haben, direkt neben den Pinguinen schwimmen gehen konnten. Wenns den Tieren gefaellt….hoffen wir es mal.
Naechste Haltestelle: Cape of Good Hope Nature Reserve   http://www.capepoint.co.za/history_cp.htm
Wir naeherten uns den Toren des Kap der Guten Hoffnung und standen zum ersten Mal in Suedafrika im Stau. Ich hatte das Gefuehl, die komplette Suedhalbkugel hat Ferien und alle moechten unbedingt das Kap sehen….Naja, wir Deutschen sind sowas ja gewohnt…ich nicht mehr ganz so….und irgendwann waren wir dann auch endlich an der Reihe ins Reservat zu fahren.
Es war wunderschoen dort. Ueberall waren Schilder aufgestellt, die einen vor den Affen warnten. Nicht einen haben wir gesehen! Hatten scheinbar Angst vor uns. Am Cape Point stiegen wir die tausend Treppen bis zum Leuchtturm hinauf und hatten eine ziemlich geile Aussicht! Papa fand sogar einen Strohhut (exakt den selben, den ich mir gekauft habe-also einen DAMEN Hut und hatte ihn ab diesem Tage bis zum Ende unseres Urlaubs auf ;) ). An der Spitze angekommen hatte ich Angst, ich wuerde jeden Moment ins Meer fliegen. Mit Regenschirm waeren wir jedenfalls sofort abgehoben. Es herrschte eine unglaubliche Windstaerke und man konnte sich kaum auf den Beinen halten.
Oma und Opa blieben gemeinsam mit Kim unten am Restaurant. Weiter ging es zum DIAZ KREUZ und natuuuuuuuerlich zum Cape of Good Hope. Auf dem Weg dort hin stoppten wir an einem ziemlich coolen Ort, wo Kitesurfer unterwegs waren. Es war einfach nur genial. Diese coolen Surfertypen koennen sagen: “Och, ich war heut ne Runde am Kap der guten Hoffnung Kitesurfen!” Ich finde, das hat nen Coolness Faktor von 100 und ausserordentlich Stil J
Als Sven und ich gemuetlich auf den Steinen sassen und auf den strahlend blauen Ozean schauten, sahen wir ploetzlich beide inmitten einer Welle einen riesigen schwarzen Schatten! Erst dachte ich, ich hab mich verguckt. Als Sven dann aber auch gesagt hat, er hat das gesehen, waren wir uns sicher: DAS MUSS EIN HAI GEWESEN SEIN! Man, war das aufregend! Durch die Wellen turnte auch die ganze Zeit eine kleine Robbe…was das Rumschleichen eines weissen Hai natuerlich erklaerte… Gleichzeitig bekam ich dann aber auch Mitleid mit den Kitesurfern. Die koennen nur hoffen, dass sie richtige Pro’s sind…
Ein Stueck weiter standen noch 3 daemlich daherschauende Strausse mitten auf der Strasse und am Kap angekommen herrschte Windstaerke 12! Am Kap fand ich einen Kinderschuh, was darauf schliessen laesst, dass wohl des oefteren einige Kinder vom Wind wegfliegen… ;)
Abschliessend ging es dann zurueck Richtung Kapstadt ueber den Chapmans Peak Drive.
Kurzfristig haben wir noch in Hout Bay, einem Stadtteil von Cape Town, angehalten. Ich hab sowas noch nie gesehen. Dort schwimmten die Leute direkt in der Bucht neben dem niedlichen Hafen mit gaaanz gaaanz vielen Robben! Wenn ich nochmal in C T bin, moechte ich das auch unbedingt ausprobieren J
Am Abend waren wir fix und fertig zurueck im Hotel und es gab ein unglaubliches 5 Sterne Weihnachtsessen. Wir haben uns die groesste Muehe gegeben, etwas vorzuegliches zu zaubern.
Delikate Huehnerbrust  mit exklusivem Butterreis und sonnengereiftem Ketchup!
Tja, wir hatten ja eine Selbstverpflegungsbutze und Einkaufen waren wir am 24.12. auch! Salz haben wir gekauft. Nur hat niemand daran gedacht, dass man ja vielleicht auch noch allerwenigstens Pfeffer gebrauchen koennte….
Die Bescherung haben wir auch fast vergessen….Mama ueberreichte uns dann spontan doch noch die Geschenke und Weihnachten war vorbei!
Am kommenden Morgen trodelten wir noch einmal durch Kapstadt, ich erhandelte fuer Mama eine South Africa Tasche und kaufte noch ein wenig Schmuck. In der Hauptsaison versuchen die Jungs und Maedels auf dem markt wirklich mit allein Mitteln abzuzocken und wenige lassen sic him Preis druecken.  Dank meiner einfallsreichen Handeltaktiken konnte ich dann doch noch recht gute Preise ergattern.
Zum einen erzaehlte ich Ihnen, dass ich aus P.E. bin und die Sachen bei diesen Wucherpreisen dann lieber im Winter kaufe. Anderen erzaehlte ich, dass ich es ziemlich komisch finde, dass ich immer, wenn ich mit meinem “boyfriend” aus Angola unterwegs bin, super guenstige Preise bekomme, sobald ich jedoch allein auf den Markt gebe, alle denken, ich sei Tourist, und ich viel mehr zahlen muss! :p
Ein schockierendes Erlebnis war, als wir zwei Polizisten eine farbige Frau abfuehren sahen, die wild gestikulierte. Aus dem Nichts tauchte ploetlich ein Typ auf, der ihr mit der Faust ins Gesicht schlug. Daraufhin sank sie zu Boden und weinte bitterlich! Die Polizisten rissen Sie wieder auf die Beine und zogen sie weiter, waehrend dieser Schlaegertyp hinterherging und ihr andauernd gegen die Beine getreten hat. Ich hab sowas noch nie gesehen und konnte es mir auch nicht erklaeren. Wir vermuteten, dass sie eventuell geklaut haben muss…
Am Nachmittag waren wir alle wieder vereint und sagten "Tschuuuuues Kapstadt!". Erstmal standen wir erneut im Stau, was ich von Suedafrika so gar nicht gewohnt bin, kamen dann aber nach einer netten Fahrt in Swellendam an.

Montag, 16. Januar 2012

"Leeeeeeeeeeeeeeeecker!" Steak.

Der Urlaubsrückblick muss aufgrund einer wichtigen aktuellen Eilmeldung leider unterbrochen werden.


Ha! Ich sage Euch, ich bin die allerbeste Steakbraterin der Welt. 

Draußen stürmt es wie sau, ich habe Angst, dass mir gleich meine Fensterscheiben im Bett Gesellschaft leisten. Und irgendwie hatte ich Hunger auf Steak. Also bin ich ins Pick n Pay gefahren (übrigends neuerdings Omas Lieblingsladen, seit sie hier war) und habe mir für s 8Euro 2 Handflächengroße, 2,5cm dicke Fleischklumpen gekauft. Erst stand ich davor und dachte mir "Oh neee, 80 Rand fuer 2 Steak...ganz schön viel...!" Dann lief mir langsam das Wasser im Mund zusammen und hab mir dann überlegt, dass das eigentlich nicht viel ist für so ein lecker schmecker Rindfleischsteak.
Es war eine Premiere! Noch nie im Leben habe ich Steak gebrutzelt. Stundenlang habe ich vorher Kochstunden bei Tim Mälzer genommen, gewartet, bis die Pfanne die exakte Temperatur hatte...blablablablubb...um das perfekteste  5 Sterne Steak der Welt zu braten!


Also eigentlich hab ich das Fleisch einfach nur in die Pfanne gehaun, mir irgendwann gedacht, ich könnte es ja mal wenden. Und zack, da hatte ich ein perfektes, vorzügliches Fleischstück auf dem Teller. 
Ich musste mir erstmal selbst auf die Schulter klopfen.  Man sieht. Naturtalent. Danke Mama!


Und weil das Steak so unendlich groß war, hab ich einfach nur Fleisch gegessen.

Ich sage Euch, Tim Mälzer kann einpacken :D



Kapstadt. Kapstadt. Kapstadt, oh du schönes Kapstadt.

Ich weiss nicht wie wir es geschafft hatten. Die Hintour kam mir ewig vor und wir sassen mehr im Auto und haben aus dme Fenster gestarrt als das wir an irgend einem Ort waren. Nun waren wir endlich angekommen! Vor uns lagen 3 Tage KAPSTADT! 
Tafelberg in Sicht..wuhuuu...

Lions Head

Links und Rechts tauchten Townships auf (es heisst, dass in etwa 2 Mio Menschen in den Townships vor Kapstadt leben). Vor uns erschienen Tafelberg und der Lions Head in ihrer vollen Pracht. Ein sonniger Nachmittag darf nicht verschenkt werden, also war unser Plan, mit der Cable Car auf den Berg zu fahren. Der Verkehr war ziemlich stark, da es sich um die Ferienzeit handelt und die Suedafrikaner fahren Auto, als waere man bei der Formel 1 unterwegs, weswegen auch ich wie ein Rennfahrer die Spuren wechseln musste. Die Suedafrikaner lassen auch niemanden die Spur wechseln, wenn man sich nicht einfach sein Recht einfordert, weswegen Sven es einmal nicht mehr geschafft hat, mit mir die Ausfahrt zum Tafelberg zu nehmen. Und da waren Sie dann verschwunden! Papa, Oma und Ich fuhren zum Tafelberg waehrend der Rest der Bande eine kurze Kapstadt Stadtrundfahrt machte und dabei zufaellig sogar unser Hotel fand. Nachdem wir ueber 30 Minuten auf dem Berg gewartet hatten, sahen wir den Polo endlich den hang hochfahren. Mit unserem Plan, mit der Cable Car zu fahren, war es dann auch schon wieder zu Ende, da diese aufgrund von Wind und Wetter geschlossen war. Kurz genossen wir noch den fabelhaften Ausblick auf komplett Kapstadt und suchten anschliessend unser Hotel auf. Icon hiess das gute Gebaeude und sah von Innen aus wie ein Gefaengnispalast. Hatte man aber erstmal die Zimmer betreten, fuehlte man sich wie ein Star! Da unsere eigentlich gebuchten Zimmer aus irgend einem Grund nicht mehr zur Verfuegung standen, bekamen wir Suiten im 11. Stock. Tja, so muss das sein!
Icon von Innen.
Unser nettes Zimmerchen...

Gegen Abend sind wir direkt durch die Innenstadt geschlendert und erkundigten uns in einer deutschen Buchhandlung nach der Stadtrundfahrt. Bevor es nach Haus ging kauften wir noch schnell das gute BLACK LABEL Bier sowie Wein in Pappkartons (Entdeckung von Mama –“Flaschen reichen bei unserer Familie nicht, die sind so schnell leer!” ;D – das soll jetzt nicht den Anschein machen, dass wir alle Alkoholiker sind, aber zu einem urlaub gehoert auch ein Glaeschen Wein…oder auch zwei…). Als wir abends in unserer Suite sassen, bekamen wir kurzzeitig Zweifel, welches Datum wir denn haben und ob wir nicht evtl schon Weihnachten verpasst haben. Jeder schaute in seine Kalender und stiftete Verwirrung. Am Ende waren wir uns jedoch sicher:
Am folgenden Tag ist Heiligabend!

 So richtig weihnachtlich hat sich niemand gefuehlt, weswegen wir Weihnachten wohl auch fast vergessen haetten. Mit unseren Weihnachtsmuetzen im Rucksack machten wir uns auf den Weg zur Stadtrundfahrt bei bruetender Hitze.


Unsere erste Endstation war der Tafelberg und wie so selten im Leben waren wir an diesem Tag richtige Glueckspilze! Wir hatten erstens das Stadrundfahrtticket, was uns davor gerettet hat, 1 Stunde lang brav wartend, in der prallen Sonne bratend, in der Schlange zu stehen, um eine Eintrittskarte zu kaufen. Und zweitens war das Wetter einfach perfekt, perfekter haette es nicht sein koennen. Der Himmel erstrahlte in wunderschoenem blau und es wehte kein einziges Windchen. In der Seilbahn waeren Sven und ich am liebsten gestorben, da ein gloreicher Erfinder, den ich die ganze Fahrt ueber verflucht habe, auf die grandiose Idee kam, dass man ja die Gondel, waehrend sie den Berg hochfaehrt, um ihre eigene Achse drehen lassen kann! HILFE! NEIN! SOWAS MACHT MAN NICHT! Die Fahrt nach oben haette spassiger sein koennen. Oben angekommen war es jedoch klasse! Der Ausblick war traumhaft und auch der Berg selbst ist sehr sehenswert. 


Darf ich vorstellen, die Aussicht!


Da Heiligabend war, wir uns nicht nach Heiligabend fuerhlten, und kein Weihnachtsmann weit und breit in Sicht war, waren wir leider gezwungen unsere einwandfreien Model Talente auszupacken und ne Runde mit Santa-Muetzen zu posen….


Gegen Nachmittag waren wir nach karusellartiger Rueckfahrt wieder am Fuss des Berges angekommen, beendeten unsere Stadtrundfahrt und fuhren nach Haus um uns fuer den anstehenden Restaurantbesuch im beruehmten MAMA AFRICA (http://www.mamaafricarestaurant.co.za/en/) fein zu machen. Uns erwartete ein typisch afrikanisches Ambiente, ein flotter Kellner mit laessigem Afro Kopf und eine afrikanische Band, die uns den ganzen Abend ueber mit Trommelklaengen unterhielt. Auf unserem Tisch fanden wir Knallbonbons. So richtig wussten wir zuerst nicht was man damit macht, also hat jeder sein eigenes Bollo aufgeknallt. Im Bollo fanden fir Papierkroenchen, die wir natuerlich sofort aufsetzten. Erst spaeter haben wir am Nachbarstisch gesehen, dass normalerweise alle am Tisch die Bollos anfassen und gemeinsam im Kreis an den Dingern ziehen. Egal! Vielleicht liegt nun ein afrikanischer Fluch auf uns und wir haben Pech bis naechstes Jahr…oder Santa ist sauer. Keine Ahnung - war auch so lustig!
Von allen Seiten wurden wir von leuchtenden wilden Tieren beim schlemmen beobachtet. Das Essen war ohne Worte. Wir bestellten alle eine gemischte Platte mit allem drauf-von Strauss bis Krokodil. Wobei ich mir beim Krokodil nicht sicher war, ob es nicht einfach komisch aufgespiesstes Huehnchenfleisch war. Lecker war es und hinterher wollte ich mir gern noch die Finger abschlecken.
Ja, das war unser Heiligabend. Ziemlich unweihnachtlich genaugenommen, aber dennoch ziemlich heiss!



Ich weiss nicht, wer von Euch die PAZ liest…Stina und ich haben Euch selbstverstaendlich winterlich sonnige Gruesse gesendet. Wir haben keine Kosten und Muehen gescheut, um ein paar liebe Worte einmal um den halben Kontinent zu senden! Also, HOHOHO und Frooooohe Weihnachten nach Deutschland!
Im Uebrigen weiss ich jetzt, was Santa macht, nachdem er unartigen, frechen Kindern und Menschen die Pakete ins Haus gebracht hat. Er relaxed hier in Port Elizabeth, baut Sandmaenner und geht zur Abkuehlung mal ne Runde surfen. Keine so schlechte Idee, ist ja auch ganz nett hier bei uns an der Beachfront!




Fortsetzung folgt.